Videospiele Beratung

Ein paar allgemeine Themen rund um Videospiele und die digitale Vermarktung

Wer sich grundsätzlich noch nicht sehr gut mit der Materie “Videospiele” auskennt, stößt früher oder später auf das ein oder andere Hindernis. Sei es die Frage, aus welchen Quellen man Videospiele beziehen kann oder auch, was im speziellen bei manchen Spielen zu beachten ist.
Wir möchte in diesem Ratgeber besonders den Einsteigern eine Hilfestellung für die brennendsten Fragen geben, die sich naturgemäß ergeben, möchte man sich in der komplexen Welt der Videospiele zurechtfinden.

 

Positive und negative Aspekte von Videospielen
Entgegen vieler Zeitungsartikel, die natürlich häufig auf negative Aspekte von Videospielen eingehen, gibt es zumindest für Erwachsene Spieler in der Regel weitaus mehr positive als negative Punkte aufzuzählen.
Wer sich ständig mit den neuen Techniken befasst, immer wieder etwas Neues dazulernt und sich traut, auch einmal technologisch über den “Tellerrand” zu schauen wird bemerken, dass dies durchaus eine positive Wirkung haben kann.
Es ist praktisch genau so wie beim Lösen von Kreuzworträtseln oder gemeinsamen Skat oder Doppelkopfrunden. Dadurch, dass wir komplizierte Spiele spielen, müssen wir unser Gehirn entsprechend “benutzen”. Es spielt praktisch keine Rolle ob das nun mit einem Kartenspiel in der Realität, oder z.B. mit einem Strategiespiel in der virtuellen Welt erfolgt.
Besonders bei älteren Menschen haben Videospiele in dieser Hinsicht einen positiven Einfluss – Man ist praktisch in der Lage, seinen Kopf “im Training” zu behalten und kann so auch im Alltag seinen Nutzen daraus ziehen.
Was wir als negativen Aspekt von Videospielen nicht unbeachtet lassen dürfen, ist die Suchtgefahr die von einigen Spielen ausgeht. Gerade Menschen, die sowieso schon zurückgezogen leben laufen schnell Gefahr, sich z.B. in der Onlinewelt eines Rollenspiels zu “verlieren”.

 

Wo finde ich Informationen zu aktuellen Videospielen?
Das Medium Videospiel ist in der heutigen Zeit praktisch überall präsent. Es gibt praktisch für jede Spielekonsole mindestens ein Magazin und zusätzlich noch diverse Internetseiten. Zusätzlich haben wir die Möglichkeit uns auf privaten “Fanseiten” über ein bestimmtes Spiel immer auf dem Laufenden zu halten. Wenn wir ein Spiel in “Aktion” sehen wollen, gibt es unter anderem auf “YouTube” sogenannte “Let’s Play” Videos in denen die Spiele praktisch “vorgespielt” und dabei moderiert werden.
Aber was macht dann nun genau die PixelPenne?
Das Problem bei den meisten Quellen ist, dass sie für Leute ausgelegt sind, die sich mit der Materie auskennen. Wer sich als Rechtsanwalt z.B. eine Fachzeitschrift über Elektrotechnik kauft muss sich ja auch nicht wundern, wenn er praktisch jedes dritte Wort zuerst bei Wikipedia nachschlagen muss und selbst dann noch Schwierigkeiten hat, den Inhalt der meisten Beiträge zu verstehen.
Das hat überhaupt nichts mit Bildung und Intelligenz zu tun – es geht dabei um das grundsätzliche Problem, dass wir auch bei so etwas vermeintlich banalem wie “Videospiele” von einem “Fachbereich” sprechen können. Wenn wir uns hier nicht auskennen, werden wir vieles nicht verstehen.
Sämtliche Spielezeitschriften und Internetangebote setzen allerdings voraus, dass wir “vom Fach” sind – und wer sich schon einmal vorgewagt hat und versucht hat sich in die Materie einzulesen wird schnell gemerkt haben, dass es kaum Spaß macht den ganzen Experten zuzuhören und nichts davon zu verstehen was sie da eigentlich sagen.
Und genau das ist der Punkt, an dem die Pixelpenne zum tragen kommt.
Wir können dem Videospiel-Anfänger die nötige Starthilfe und das Grundwissen geben, dass er sich von Anfang an besser in der Welt der Videospiele zurechtfindet. Wir können ihn praktisch “an der Hand” durch alle Bereiche führen und erklären was wie und warum funktioniert, wo die Fallstricke lauern und worauf man achten sollte – dafür haben wir die PixelPenne erschaffen.

 

Wo kann ich Videospiele kaufen?
Mit eines der ersten Probleme auf das wir stoßen ist die Frage, wo wir bestimmte Videospiele am besten (und natürlich auch günstigsten) kaufen können. Nicht alle Spiele sind für alle Medien auch automatisch überall erhältlich und die Preise schwanken zum Teil wirklich stark.
Aus dem Grund geben wir in den von uns vorgestellten Spielekategorien bei den Kauftipps bzw. den “Empfehlungen der Redaktion” auch immer einen Hinweis, wo das jeweilige Spiel am besten zu kaufen ist.
Das kann ganz einfach der örtliche Laden einer der großen Elektronikketten (z.B. Saturn oder Mediamarkt) sein. Viele “Mainstream” Videospiele können auch bequem online z.B. bei Amazon zu einem vernünftigen Preis gekauft werden. Wer etwas ältere Titel sucht, der wird allerdings oft nur bei den Kleinanzeigen oder bekannten Auktionsportalen wie z.B. Ebay fündig.
Die oftmals beste Alternative, und teilweise einzige Möglichkeit an gewisse Spieletitel für den PC zu gelangen sind die beiden Plattformen “Steam” und “GOG” (die stellen wir beide weiter unten noch einmal explizit vor). Hier gibt es neben vielen aktuellen Spielen der großen Studios auch eine unglaubliche Anzahl an sehr interessanten Spielen kleinerer Entwickler die wir niemals im Laden sehen würden aber zum Teil mehr Spielspaß liefern, als so mancher Mainstream Titel.
Wer sich gut informiert, hat so die Möglichkeit wirklich tolle Videospiele, welche genau den eigenen Geschmack treffen, für wenig Geld zu bekommen – die PixelPenne hilft dabei!

 

Auf was muss ich beim Kauf achten?
Jetzt können wir natürlich nicht einfach los und alles kaufen, was nicht “Niet und Nagelfest” ist. Wie bei vielen Dingen im täglichen Leben müssen wir auch beim Kauf von Videospielen einige Aspekte im Hinterkopf behalten.
Das Wichtigste sind auf jeden Fall die sogenannten “Systemanforderungen” die ein Spiel benötigt damit es überhaupt funktioniert.
Jedes Spiel ist anders. Manche benötigen mehr Arbeitsspeicher oder mehr Grafikleistung als andere daher muss man wirklich jedes Mal individuell prüfen, ob das eigene System in der Lage ist, das neue Videospiel auch “abzuspielen”.
Es macht durchaus Sinn, sich die Eigenschaften des eigenen Systems aufzuschreiben und vor dem Kauf eines Videospiels einen Blick darauf zu werfen (hier hilft unser PixelPenne Systemmerkblatt!). Übersteigt die Leistung des Systems die “Empfohlenen Anforderungen” ist alles OK und wir können das Spiel beruhigt kaufen.
Erfüllt unser System hingegen nur die “Mindestvoraussetzungen” müssen wir damit rechnen, das Spiel nur in verminderter, optischer Darstellung (z.B. geringere Auflösung, weniger Details etc.) spielen zu können. Liegt unser System gar unter diesen Mindestvoraussetzungen, wird das Spiel nicht funktionieren und wir sollten es daher auch nicht kaufen.
Das Problem haben wir naturgemäß ausschließlich bei den Computer-Plattformen. Also Desktop-PC, Laptop und Tablet. Bei sämtlichen Konsolen gibt es diesen Punkt nicht, da die Spiele so gesehen auf die Konsole “zugeschnitten” werden.
Bei einigen Spielen kann eine zusätzliche Peripherie wie z.B. ein Joystick oder gar ein Lenkrad erforderlich oder zumindest hilfreich sein. Wenn wir z.B. vorhaben eine “echte” Autorennsimulation zu kaufen, sollten wir am besten auch ein Lenkrad mit Pedalerie besitzen.
Mit einem Gamepad oder der Tastatur lässt sich ein solches Spiel natürlich grundsätzlich auch spielen – es wird nur womöglich vergleichsweise wenig Spaß machen. Das Gleiche gilt z.B. auch für eine Flugsimulation – hier werden wir ohne einen entsprechenden Joystick ebenfalls stark eingeschränkt wodurch das Spielerlebnis dann sehr stark leidet.
Ein letzter Punkt, den wir vor dem Kauf beachten sollten sind unsere persönlichen “Vorlieben” für gewisse Spiele. Hier helfen auch insbesondere die Beschreibungen der PixelPenne zu allen unterschiedlichen Spielekategorien. Wenn wir z.B. kein Interesse an schnellen, schießlastigen Spielen haben oder uns komplexe Rätsel in “knuffiger” Comic-Grafik auf die Nerven gehen, sollten wir solche Spiele selbstverständlich meiden.
Da auf den ersten Blick bei vielen Spielen gar nicht mehr ersichtlich ist, um was es sich dabei genau handelt hilft es hier nur, sich vor dem Kauf entsprechend zu informieren (z.B. in unseren jeweiligen Kategorien). Nur so kann man sich vor einem Fehlkauf schützen.

 

Welche Spiele-Verkaufskonzepte gibt es?
In der heutigen Zeit werden Videospiele auf ganz unterschiedliche Weise angeboten. So gibt es zum Beispiel Spiele, die wir vollkommen kostenlos installieren und Spielen können wohingegen andere einen monatlichen Beitrag benötigen. Selbstverständlich gibt es auch heute noch die ganz “klassische” Art ein Spiel zu kaufen und zu spielen, wir wollen im folgenden Absatz aber alle Möglichkeiten einmal kurz vorstellen.

 

Normaler kauf ohne Abo, ohne Zusatzinhalte
Die ist quasi die “klassische” Variante. Wir kaufen ein Spiel, installieren es und können es dann so oft und so lange spielen wie wir wollen.
Manche Spiele beinhalten einen speziellen Mehrspielermodus den wir z.B. über das Internet auf den Servern des Herstellers spielen können aber auch die Nutzung der Infrastruktur ist soweit kostenlos.
Dieses Modell wird in der Regel bei Spielen angewandt, die klassische “Offline”-Spiele sind wie z.B. Action Adventures oder Aufbaustrategiespiele.
Für solche Spiele können natürlich auch Zusatzinhalte erscheinen, wir reden aber dann über höchstens 1 oder maximal 2 Pakete über einen Zeitraum von mehreren Jahren. Das ist dann die Abgrenzung zum folgenden Modell, bei dem zum Teil 4-10 Pakete pro Jahr erscheinen können.

 

Normaler kauf, ohne Abo, Zusatzinhalte kaufen
Ein weiteres Modell, welches dem klassischen Kauf ähnelt ist der Kauf eines Spiels ohne ein Abo oder Ähnlichem. Auch die Nutzung der Serverkapazitäten des Herstellers sind kostenfrei. Es erscheinen jedoch in regelmäßigen Abständen zusätzliche Inhalte (DLC). Diese Inhalte sind kostenpflichtig aber wir sind natürlich erst einmal nicht verpflichtet, diese auch zu kaufen.
Bei diesen DLCs kann es sich je nach Spiel um zusätzliche Karten (z.B. bei Schlachtfeld-Shootern) oder auch Autopakete und Rennstrecken (bei Autorennen) handeln.
Das Problem ist nur, wenn wir online gegen andere Leute spielen wollen, benötigen wir häufig auch die neuesten Spielkarten etc. die mit den Zusatzpaketen mitgeliefert werden. Kaufen wir also keine Inhalte dazu, sind wir über kurz oder lang im Nachteil – zumindest was das Onlinespielen anbelangt.
Dieses Modell wird häufig von Spielen angewandt, welche einen stark ausgeprägten Onlineanteil besitzen wie z.B. Schlachtfeld-Shooter. Über die Zusatzinhalte versuchen die Hersteller, die Spieler über einen möglichst langen Zeitraum an das Spiel zu “binden” indem sie es immer mehr erweitern und so für die Spieler immer ein Stück weit interessant halten.
Dieses Modell ist so gesehen auch vergleichsweise “fair”. Wir bekommen für unser Geld schließlich immer eine entsprechende Erweiterung des Grundspiels und da wir weder Abogebühren noch sonstige Kosten haben, bleiben die Ausgaben stets überschaubar.
Wenn wir etwas Geld sparen wollen, kaufen wir solche Spiele erst, nachdem einige DLCs erschienen sind. Dann gibt es diese Spiele oft in bestimmten “Deluxe” oder “Complete” Paketen wo dann für einen guten Preis alle bisher erschienenen Zusatzpakete enthalten sind.
Ärgerlich an diesem Modell ist nur, dass es in den letzten Jahren von den Herstellern häufig zur Gewinnmaximierung angewandt wird. Das bedeutet, es werden praktisch “absichtlich” Inhalte bei der Veröffentlichung des Spiel weggelassen um sie dann bewusst später als Zusatz-DLC veröffentlichen (und verkaufen) zu können. Besonders dreist ist es dann, solche Inhalte praktisch noch vor der Veröffentlichung des Hauptspiels anzukündigen!
Wir kaufen dann z.B. ein Autorennspiel für 70,-. Ein paar Wochen später erscheint dann ein “Porsche DLC” der uns für zusätzliche 20,- angeboten wird. Einen weiteren Monat später gibt es dann ein Ferrari DLC für wiederum 20,- und so weiter. So haben wir dann, wenn wir konsequent die DLC Inhalte kaufen, nach einem Jahr schnell 200,- für das Spiel ausgegeben, es kann also durchaus zu einer Kostenfalle werden!

 

Kaufen und Monatsabo
Dieses Modell wird von einigen MMORPG verfolgt. Wir kaufen das Spiel und müssen, wenn wir es spielen wollen auch gleichzeitig ein Abo beim Hersteller einrichten um es spielen zu können.
Oft sind gewisse Teile des Spiel zuerst kostenlos verfügbar – praktisch eine Art Demo aber wenn wir das jeweilige Spiel “richtig” spielen wollen, benötigen wir ein entsprechendes Abo.
Wenn wir das Abo irgendwann kündigen, können wir nach Ablauf auch nicht mehr weiterspielen, unsere Daten bleiben aber meistens auf den Servern der Spielehersteller gespeichert so dass wir, falls wir einige Zeit später wieder anfangen wollen, direkt da weitermachen können wo wir aufgehört haben.
Der Vorteil bei diesem Modell liegt darin, dass wir immer einen festen Betrag pro Monat bezahlen. Es gibt keine zusätzlichen Inhalte die wir für Geld kaufen können/müssen (wie bei den beiden folgenden Modellen) und daher droht uns hier auch keine Kostenfalle.
Wenn für solche Spiele Zusatzinhalte erscheinen, sind sie entweder kostenlos im Preis inbegriffen oder in seltenen Fällen (wie z.B. bei World of Warcraft) müssen sie gekauft werden – dann sind es aber meistens auch wirklich große Erweiterungen der Spielwelt und nicht bloß ein neues Reittier oder so was.

 

Kostenlos spielen / kosmetische Inhalte kaufen
Ein anderes Modell, welches bei vielen MMO Spielen immer populärer wird ist das sogenannte “Free to Play”. Hier können wir das Spiel vollständig kostenlos herunterladen und auch praktisch ohne Einschränkungen kostenlos spielen.
Uns stehen im Spiel dann einige Inhalte zur Verfügung die wir mit Echtgeld kaufen können. Wir können aber bei diesem Verkaufsmodell nur Inhalte kaufen, die keinen wesentlichen Einfluss auf die Stärke unseres Spielcharakter haben. Also keine Waffe, Rüstungen oder Ähnliches.
Meistens handelt es sich um kosmetische Dinge die unser Aussehen verändern oder aber um Gegenstände zur Erhöhung des Komforts. Das können dann beispielsweise Reittiere sein, mit denen wir schneller von A nach B reisen können oder auch “Booster” über die unsere Spielfigur für eine bestimmte Zeit mehr Erfahrungspunkte erhält.
Alle Zusatzinhalte dienen also eher dafür, den Spielfluss ein wenig zu “beschleunigen” und eventuell das Spiel ein wenig interessanter zu machen. In einem direkten Zweikampf wird man aber keinen Unterschied zwischen einem Charakter mit gekauften Gegenständen und einem ohne erkennen.
Wir müssen nur immer aufpassen, dass wir den Überblick über unsere Zahlungen behalten. Da es sich häufig immer nur um kleine Beträge von 0,50 bis 2,- Euro handelt kann es schnell passieren, dass wir am Ende des Monats 20,- oder mehr ausgegeben haben ohne es wirklich zu merken.

 

Kostenlos spielen / relevante Inhalte kaufen
Dieses Spielprinzip wird auch oft als “Pay to Win” bezeichnet. Wie zuvor können wir auch hier das Spiel grundsätzlich kostenlos herunterladen und ohne Einschränkungen spielen.
Auch hier werden Zusatzgegenstände für unsere Spielcharaktere angeboten. Diese sind aber in diesem Modell nicht nur rein kosmetischer Natur, sondern bringen uns handfeste Vorteile gegenüber anderen Spielern. Man kann so ein Spiel natürlich zuerst einmal ganz normal spielen und wird auch nicht gezwungen irgendetwas zu kaufen.
Wenn man sich aber wirklich mit dem jeweiligen Spiel befasst so wird man irgendwann zwangsläufig an einen Punkt kommen, an dem es ohne zugekaufte Gegenstände nicht mehr richtig weiter zu gehen scheint.
Natürlich können wir dabei in die Rechnung einfließen lassen, dass wir das Spiel immerhin etliche Stunden kostenlos gespielt haben und die Entwickler ja auch von irgendwas leben müssen. Es ist so gesehen auch kein Problem wenn man sich dann z.B. eine Grenze setzt und ab und zu für ein paar Euro ein paar Gegenstände kauft um halbwegs konkurrenzfähig zu bleiben. Schwierig wird es nur, wenn man dabei den Überblick verliert. Es ist ohne weiteres möglich in einem solchen Spiel 50,- oder mehr pro Monat auszugeben und da wir immer nur 50 Cent hier und 1,20 da bezahlen fällt uns das über einen längeren Zeitraum kaum auf.
Wir müssen hier wirklich aufpassen und unsere Bezahlvorgänge im Auge behalten. Die Versuchung ist groß immer wieder etwas nachzukaufen und genau da droht uns hier die Kostenfalle!

 

Steam und GOG?
Vorstellung Plattform “Steam”
Das sogenannte “Steam” ist von der Computerspielfirma “Valve” Anfang der 2000er Jahre ins Leben gerufen worden. Es war ursprünglich als Vertriebsplattform für die eigenen Spiele und so gesehen auch als Kopierschutzmaßnahme gedacht. Wer ein Spiel von Valve spielen wollte, benötigte zwingend auch ein Benutzerkonto bei Steam. Jedes gekaufte Spiel wurde dann mit diesem Konto verknüpft.
Im Laufe der Jahre hat sich die Plattform allerdings enorm weiterentwickelt. Anfangs noch als “Gängelung” der ehrlichen Käufer kritisiert, ist der Mechanismus heutzutage allgemein von den Spielern akzeptiert.
So haben unzählige Spieler ihr Steam-Konto und es werden täglich mehr. Das Angebot ist riesengroß und die Preise sind insgesamt akzeptabel – besonders interessant sind die immer wiederkehrenden Sonderangebote bei denen viele Spieletitel zum Teil um 30% bis 90% reduziert werden!
Steam hat sich neben GOG zusätzlich als Vertriebsplattform für die kleineren Entwicklerstudios etabliert. Hier haben alle Entwickler die Chance ihre Spiele ohne Publisher und ohne teure und komplizierte Vertriebswege anzubieten. Im Steam “Early-Access” Programm haben wir zusätzlich die Möglichkeit, ein Spiel bereits vor dem eigentlichen Release zu spielen und auch die Entwicklung bei Interesse selbst mitzugestalten.

 

Spieleangebot, Tipps zur Schnäppchenjagd
Das Spieleangebot bei Steam ist gewaltig. Es gibt rund 35.000 Spiele und es werden praktisch täglich mehr! Wir können die Spiele nach Kategorien sortieren um nur die Spiele angezeigt zu bekommen, die zu unseren Interessen und Vorlieben passen.
Für Schnäppchenjäger gibt es mehrfach im Jahr besondere Aktionen, in denen Spiele extrem reduziert angeboten werden. Mit eine der wichtigsten Funktionen ist in diesem Zusammenhang die sogenannte “Wunschliste”. Wir können beim durchstöbern der Spiele die möglichen Kaufkandidaten auf unsere Wunschliste setzen. Wird das Spiel dann irgendwann im Zusammenhang mit einer Aktion im Preis reduziert, bekommen wir eine entsprechende Mitteilung darüber und können dann nach Schnäppchenjägerart zuschlagen.
Bei Steam gibt es wirklich sehr viele Rabattaktionen. Rund 4 Mal pro Jahr gibt es “große” Aktionen die ein sehr breites Spektrum von Spielen umfassen. Sei es der “Summer Sale” oder “Winter Sale” – hier werden hunderte von Spielen für etwa 1-2 Wochen um bis zu 90% reduziert!
Zusätzlich zu den großen Aktionen gibt es immer mal wieder kleinere Angebote wie die “Midweek-Madness” oder einen “Weekend-Sale”. Diese kleineren Aktionen umfassen allerdings weniger Spiele und laufen auch in der Regel nur 1-3 Tage – was natürlich nicht bedeutet, dass wir hier keine Schnäppchen machen könnten!

 

Vorteile/Nachteile, Benutzerkonto
Um Zugriff auf die Spiele bei Steam zu bekommen, benötigen wir ein entsprechendes Benutzerkonto. An dieses Konto werden alle unsere gekauften Spiele gebunden. Wir haben also nach dem Kauf keine Möglichkeit, ein Spiel wieder zu verkaufen (z.B. nachdem wir es durchgespielt haben).
Da praktisch alle unsere gekauften Spiele unserem Benutzerkonto hinzugefügt werden, kann dieses nach einiger Zeit durchaus einen beachtlichen Wert aufweisen. Wer beispielsweise nach einiger Zeit 100 Spiele in seiner Bibliothek besitzt und für jedes Spiel im Schnitt rund 15,- bis 25,- bezahlt hat, verfügt über ein Spielekonto welches gut und gerne 1500,- bis 2500,- Wert ist!
Wir sollten also auf unsere Zugangsdaten entsprechend aufpassen. Glücklicherweise gibt es von Steam entsprechende Sicherheitsmechanismen die wir nutzen können und die wir auch nutzen sollten um unser Konto vor Fremdzugriff oder -übernahme effektiv zu schützen.
So toll sich jetzt alles rund um Steam auch anhört, einen wichtigen Nachteil hat diese ganze Geschichte dann am Ende aber doch. Wir haben zwar ein Benutzerkonto welches auch einen zum Teil beträchtlichen Wert aufweisen kann, dieses Konto kann aber jederzeit von Steam gesperrt werden. Wer also z.B. in einem geschützten Spiel beim Schummeln (cheaten) erwischt wird, kann von Steam von der Nutzung ausgeschlossen werden. Das bedeutet im schlimmsten Fall, dass man von seinem Konto ausgeschlossen wird und damit natürlich auch die komplette Spielebibliothek verliert.
Wir müssen natürlich dazu sagen, dass dies wirklich nur bei Leuten gemacht wird, die ernsthaft und ganz bewusst Spielmechaniken und Regeln umgehen um sich so einen Vorteil anderen Spielern gegenüber zu verschaffen. Wer seine Spiele “ganz normal” spielt und praktisch nichts illegales macht, braucht sich auch nicht vor einer solchen Maßnahme zu fürchten. Es ist so wie z.B. im Straßenverkehr – natürlich ist die Strafe fürs Telefonieren mit dem Handy am Steuer hoch – wer aber so “schlau” ist, dies gar nicht erst zu machen, braucht sich selbstverständlich auch nicht vor der Strafe zu fürchten.

 

Vorstellung Plattform “GOG”
Die Plattform “GOG” (früher als “Good Old Games” bekannt) hat sich im Gegensatz zu Steam besonders das Merkmal der sogenannten DRM freien Videospiele auf die Fahne geschrieben. Benötigt man bei Steam (welches vom Prinzip her ein DRM System darstellt) immer ein Benutzerkonto und eine Internetverbindung zum Spielen, kann man bei GOG die Spiele nach dem Kauf einfach herunterladen und spielen wo und wann immer man möchte.
Dazu hat GOG einen besonderen Schwerpunkt auf klassische Spieletitel der 80er und 90er Jahre – für Retro-Fans also die erste Adresse!
Bei den aktuelleren Spieletitel unterscheiden sich Steam und GOG nicht so groß. Viele kleinere Entwickler veröffentlichen ihre Spiele meist auf beiden Plattformen aber es gibt natürlich immer wieder Spiele, die jeweils nur auf einer Plattform, praktisch exklusiv, veröffentlicht werden. Auch die Preise können zum Teil unterschiedlich sein da sich beide Plattformen natürlich nicht in ihrer Angebotsstrategie absprechen.
Auch bei GOG gibt es unglaublich viele Spiele und immer wieder tolle Angebote.

 

Spieleangebot, Tipps zur Schnäppchenjagd
Das Spieleangebot von GOG ist nicht ganz so immens wie das von Steam, wir reden hier aber dennoch von rund 2500 Spieletitel die uns zur Verfügung stehen. Es gibt auch hier einen Mix aus aktuellen Spielen der großen wie der kleinen Entwicklerstudios und auch Early-Access Titel.
Ein besonderes Merkmal von GOG sind aber die aufgearbeiteten Spieleklassiker der 80er und 90er Jahre.
Selbst wenn wir ein solches Spiel aus der Zeit besitzen haben wir fast keine Chance mehr, dieses auf einem aktuellen PC zu spielen. Die gesamte Technik hat sich dermaßen stark gewandelt, dass es nur unter Verwendung von sogenannten Emulatoren und auch nur viel Fachwissen möglich ist, diese alten Spiele überhaupt noch “irgendwie” zum Laufen zu bringen.
GOG hat sich glücklicherweise auf die Fahnen geschrieben, diese alten Spieleklassiker neu zu beleben. Daher ist permanent ein großes Team damit beschäftigt, den Quellcode der alten Spiele aufzuarbeiten und so umzuprogrammieren, dass die Spiele auch auf den heutigen Systemen lauffähig werden. Der wirkliche Knaller daran ist, dass diese Spiele nach der Aufbereitung zum Teil besser und stabiler laufen als noch die Originale und dazu kosten sie oft nur wenige Euro. Praktisch ein “El-Dorado” für Retrofans! Hier können wir uns für 15,- Euro einen ganzen Sack voll Retrospiele kaufen an denen wir locker ein Jahr zu spielen haben!
Wie auch bei Steam gibt es auch bei GOG immer wieder diverse Rabattaktionen. Auch hier gibt es größere Aktionen bei denen dann über Wochen unglaublich viele Spiele stark reduziert werden und zusätzlich auch immer einfache Aktionen bei denen, ähnlich wie bei Steam, immer ein paar Spiele reduziert angeboten werden.
Auch bei GoG können wir uns eine Wunschliste anlegen und werden dann direkt informiert, wenn Spiele unser Wunschliste reduziert werden – extrem praktisch für Schnäppchenjäger.

 

Vorteile/Nachteile, Benutzerkonto
Ein besonderes Merkmal von GOG ist, dass wirklich alle Spiele DRM frei sind. Das bedeutet, es gibt keinen Kopierschutz – wirklich keinen!
Technisch gesehen könnten wir also ein Spiel bei GOG kaufen, herunterladen und an beliebig viele Freunde weitergeben. GOG setzt in diesem Zusammenhang ganz einfach auf die Ehrlichkeit der Käufer. Sie sagen: Wer ein Spiel kopieren will, der macht es sowieso. Wer aber ein ehrlicher Käufer ist, der soll sich nicht mit (zum Teil nicht funktionierenden) Kopierschutzmaßnahmen herum ärgern müssen.
GOG bietet die Spiele entsprechend günstig an und ein Großteil der Käufer weiß dies zu schätzen und “belohnt” die Plattform auch damit, dass Spiele gekauft und nicht kopiert werden um eben die Arbeit der Entwickler zu unterstützen und um allgemein dieses Konzept zu fördern.
Und seien wir mal ehrlich, wenn ein Spiel für 6,99 angeboten wird – wie peinlich und unsozial muss man sein, um da noch ernsthaft an Raubkopien zu denken??
Wir von der PixelPenne unterstützen das GOG Prinzip und geben daher auch in vielen Spieleempfehlungen die entsprechenden Links an – Ganz einfach, weil wir als Käufer von Videospielen solche Konzepte unterstützen müssen um auch in Zukunft in den Genuss solcher tollen Spiele zu kommen!

 

Early-Access
Was ist Early-Access?
Gerade auf Plattformen wie Steam und GOG können enorm viele Spiele im sogenannten “Early Access” gekauft werden – aber was bedeutet das genau und warum machen die Entwickler das?
Early-Access bedeutet für uns als Spieler, dass wir das Spiel bereits während der laufenden Entwicklung kaufen und spielen können. Der Preis ist oft entsprechend reduziert aber wir bekommen natürlich auch noch nicht das Endprodukt für unser Geld.
Für die Entwickler bedeutet Early-Access, dass sie ihr Spielkonzept bereits während der Entwicklung einem vergleichsweise breitem Publikum präsentieren können. Daraus ergibt sich oft sehr nützliches Feedback. Über dieses Feedback der Spieler können dann z.B. geplante Features angepasst oder ganz neue Features und Ideen implementiert werden. Des weiteren bekommen die Entwickler bereits während der Entwicklung bereits Geld für ihr Spiel was besonders für kleinere Studios ein enormer Vorteil ist.

 

Vorteile
Für uns Spieler haben die unterschiedlichen Early-Access Programme den Vorteil, dass wir Spiele für einen günstigen Preis bereits vor dem eigentlichen Release kaufen können. Durch unsere finanzielle Unterstützung steigt zudem die Wahrscheinlichkeit, dass die Entwickler das Spiel auch tatsächlich bis zum Ende entwickeln können und nicht mittendrin aus Geldmangel gezwungen sind aufzugeben.
Eine weitere interessante Sache ist, dass wir uns auch aktiv am Entwicklungsprozess beteiligen können. So können wir häufig über Foren usw. direkten Kontakt mit den Entwicklern pflegen und so über geplante Features diskutieren. Es ist so auch möglich, den Entwicklern eigene Ideen vorzuschlagen die es vielleicht sogar in das fertige Spiel schaffen – dann hätte man tatsächlich einmal selber aktiv an einem Spiel “entwickelt” – das ist doch auch mal was!
Wenn wir die Spiele vielleicht auch nicht direkt kaufen, so zeigt uns das Early-Access Programm aber auch, was für (interessante) Spiele sich aktuell so in der Entwicklung befinden. Diese können dann z.B. auf die oft verfügbare “Wunschliste” gesetzt werden und bei Release würden wir dann automatisch benachrichtigt werden.

 

Risiken
Eines der Risiken, die wir eingehen wenn wir ein Spiel bereits im Early-Access kaufen ist auf jeden Fall, dass es natürlich immer passieren kann, dass das Spiel nicht bis zum Ende entwickelt wird. Gerade wenn die Spiele etwas komplexer werden scheitern viele kleinere Studios an ihren eigenen Vorstellungen und wollen möglichst viele Features implementieren, werden daraufhin aber nicht wirklich fertig. Das Spiel wird fehleranfälliger und irgendwann enden solche Entwicklungen dann in einer Sackgasse. Dann wird das Spiel entweder unfertig auf den Markt “geworfen” (praktisch nur, um die “Pflicht” gegenüber der Community zu erfüllen) oder aber sie verschwinden sang und klanglos in der Untätigkeit. In einem solchen Fall hätten wir unser Geld also praktisch für “nichts” ausgegeben.
Ein weiteres Risiko stellen die versprochenen Features dar. Natürlich haben die Spieleentwickler ein grundsätzliches Konzept was sie für ein Spiel entwickeln wollen und was am Ende alles möglich sein soll. Das hört sich dann oft auch erst einmal toll an und soll uns ja schließlich auch “locken” das jeweilige Projekt mit dem Kauf unsererseits zu unterstützen.
Leider ist es dann aber im Laufe der Entwicklung aber oft so, dass viele Features sich schnell als reine “Werbeversprechen” herausstellen und das Spiel am Ende (wenn es denn fertig wird) ganz anders ist als wir uns das beim Kauf vorgestellt haben.
Was man auch nicht vergessen sollte ist die grundsätzliche Dauer einer Spieleentwicklung bis zum eigentlichen Release. Wenn ein Spiel als Early Access verfügbar ist heißt das noch lange nicht, dass es “bald” fertig sein wird. Es kann dann durchaus noch 1-3 Jahre dauern, bis das Spiel tatsächlich Released wird.

 

Empfehlungen zu Early Access Spielen
Bevor wir uns entschließen, ein Spiel im Early-Access Status zu kaufen sollten wir uns immer die Mühe machen und ein wenig darüber in Erfahrung bringen. Es ist zum Beispiel interessant zu sehen, wie lange das Spiel bereits im Early-Access ist, wie oft die Entwickler neue Versionen bereitstellen und welche Features sie dabei präsentieren. So können wir in jedem Fall schon einmal erkennen, ob hinter dem jeweiligen Spiel ein wirklich aktives und engagiertes Entwicklerteam steckt. Auch das Feedback der bisherigen Käufer kann uns nützliche Informationen über die “Erfolgsaussichten” des Projektes liefern.
Letzten Endes müssen wir uns immer die Frage stellen ob es sich “lohnt” das Spiel mit unserem Kauf zu unterstützen oder ob das Risiko zu groß ist, dass das Projekt am Ende scheitert und wir damit auch unser Geld umsonst ausgegeben hätten.
Je weiter das Projekt vorangeschritten ist, desto geringer ist natürlich auch das Risiko, dass das Projekt “eingestampft” wird. Wenn eine Entwicklung gerade erst begonnen hat, am besten noch mit wirklich ambitionierten Zielen, sollte man sich besser noch etwas zurückhalten wenn man vor hat, das Spiel nur zu spielen – wer sich natürlich (praktisch als Hobby) aktiv an der Entwicklung beteiligen möchte, ist an diesem Punkt genau richtig aufgehoben.
Im Grunde genau anders herum ist es, wenn ein Projekt kurz vor dem Release steht. Hier kann ich natürlich als “Mitentwickler” nicht mehr viel beeinflussen, als reiner Spieler ist es aber die beste Möglichkeit, ein Spiel noch zum günstigen Early-Access Preis zu kaufen bevor es einige Wochen oder Monate später als Vollversion verfügbar wird.