Das Team

Die Menschen hinter der PixelPenne

Auf dieser Seite möchten wir das Team hinter der Pixelpenne vorstellen. Ok, da dieses Projekt noch ganz am Anfang steht ist “Team” eventuell (noch) nicht der passende Ausdruck – immerhin stehe ich noch recht allein auf weiter Flur.
Wenn wir (oder ich) in Zukunft ein paar Menschen gefunden haben, die ebenfalls Interesse an der Thematik und Grundidee hinter diesem Projekt haben, wird diese Seite natürlich entsprechend erweitert.
Bislang bin es also nur ich und die Idee der Teamvorstellung war, es in einer Art kleines “Interview” zu gestalten. So wird ein wenig über die Gedanken der jeweiligen Person klar und es ist auch interessanter zu lesen – viel Spaß!

 


Steckbrief “SetupEchse”
https://pixelpenne.de/wp-content/uploads/2018/01/setupechse_bild.jpgName: Maik Hanau
Position: Initiator und Leiter der Pixelpenne
Geboren: 1979
Familienstand: Verheiratet, 2 Kinder
Ausbildung: Dipl.-Ing. Elektrotechnik
Beruf: Projektleiter Softwareentwicklung
Hobbies: Segelfliegen, Triathlon, Autos und natürlich Computer und Videospiele

 


 

Ein Interview:

Welches war dein erster Kontakt zur Computerwelt?

Das war etwa 1987. Da gab es bei uns im Haus einen Amstrad/Schneider CPC 464, so richtig mit Datasette und grün/schwarzem Monitor!
Damals hat alleine das Laden eines Spiels mindestens 45 Minuten gedauert, dann konnte man ein paar Minuten spielen und musste dann meist zum Essen oder so ­čÖé
Jedenfalls kannte sich niemand mit dem Teil so richtig aus, daher stand er praktisch nur rum. Ich war allerdins neugierig (und ausdauernd) genug, das Teil zum Laufen zu bekommen und so konnte ich nach kurzer Zeit sogar halbwegs damit umgehen und hab sogar eigene Spiele (nach Anleitung) in “Basic” programmiert.
Ich hätte es zu der Zeit sogar fast geschafft, einen eigenen IBM PC zu bekommen. Leider waren meine Eltern aber nicht bereit, ihrem knapp 9 jährigem Sohn einen 386er für rund 3500,- DM zu kaufen – das war denn doch “ein wenig” zu viel verlangt.

Und deine erste Konsole?

Das war Weihnachten 1988, das Thema mit dem eigenen PC war vorerst durch aber ich habe immerhin ein Nintendo “NES” zusammen mit dem Spiel “Super Mario Bros.” bekommen. Das war natürlich zum Spielen wesentlich besser.
Hier brauchte man das Spiel nur einlegen und konnte sofort loslegen, beim C64 oder Amstrad dauerte sowas ja immer eine halbe Ewigkeit. Außerdem war die Qualität der Spiele eine vollkommen andere!
Da ich zu der Zeit natürlich noch keinen eigenen Fernseher hatte, musste ich (sehr zum Leidwesen meiner Eltern) immer im Wohnzimmer spielen.
Diese Tatsache beschehrte mir dann einige Zeit später einen eigenen (natürlich gebrauchten) Fernseher auf meinem Zimmer (offenbar wollten meine Eltern auch mal ihre Ruhe haben).

Wann hast du dann deinen eigenen PC bekommen?

Das hat dann noch bis etwa 1993 gedauert. Man muss natürlich dazusagen, dass PCs damals noch wirklich extrem teuer und “speziell” waren.
Der 486er DX 2/66 (mit 4MB RAM) hat mit 14 Zoll Farbmonitor zusammen über 2500,- DM gekostet. Wie ich meinen Eltern das klar machen konnte, dass ich so ein “Teil” brauche, ist mir bis heute ein Rätsel.
Schließlich kauften sie mir aber einen und meine “PC-Karriere” konnte beginnen.

Was fasziniert dich so an Computern?

Die Fülle an Möglichkeiten, die ein Computer bietet, fand ich schon immer faszinierend.
Schauen wir uns nur einmal an, wie in den letzten 25 Jahren die Computer die Welt verändert haben.
Der Physiker und Schriftsteller Arthur C. Clarke hat das einmal sehr gut in einem Satz formuliert:
„Jede hinreichend fortschrittliche Technologie ist von Magie nicht zu unterscheiden.“
Wenn wir alleine nur mal daran denken, was wir heute, vollkommen selbstverständlich und für jedermann erschwinglich, an Technologie in unserer Hosentasche jederzeit dabei haben ist schon erstaunlich – wer kann da schon sagen was in ein paar Jahren alles möglich sein wird?

Und an Videospielen?

Naja es ist natürlich schon klar, dass ich als Jugendlicher tendenziell eher an den Möglichkeiten des Videospielens am Computer interessiert war. Auch in diesem Bereich bin ich über die enorme Entwicklung fasziniert, die die Spiele in den letzten drei Jahrzehnten so durchlaufen haben.
Brauchte man früher noch extra “Startdisketten” für die Spiele und für die Installation entsprechend gutes Wissen über die eigene Hardware so ist die gesamte Materie in den folgenden Jahren doch extrem Benutzerfreundlicher geworden.
Bei den Spielen selber ist natürlich die Entwicklung in der Grafik das, was man am besten sieht, man sollte aber auch nicht vergessen, dass die Spieleentwickler gerade in diesen letzten Jahrzehnten ganze Spielegenres “erfunden” oder definiert haben.
Durch die immer weiter steigenden technischen Möglichkeiten können wir glücklicherweise auch in Zukunft noch damit rechnen, neue Spieleerfahrungen machen zu können.

Hast du auch ein Lieblingsspiel?

Puh, also das ist wirklich schwer zu beantworten. Ich denke DAS absolute Lieblingsspiel habe ich nicht, dafür ist die Summe der Spiele auch einfach zu groß.
Es gibt aber gewisse Spiele aus unterschiedlichen Genres, an die ich immer noch gerne zurückdenke. Meine “Lieblinge” finden sich auf jeden Fall im Bereich der Simulationen und Abenteuerspielen… obwohl, manche Strategiespiele haben ebenfalls einen bleibenden Eindruck hinterlassen…

Gibt es auch Spiele die du nicht magst?

Fußballspiele oder auch ganz allgemein Sportspiele. Hauptsächlich deshalb, weil ich auch außerhalb der digitalen Welt keinen Bezug zu sämtlichen Mannschaftssportarten wie z.B. Fußball, Handball, Basketball, Eishockey etc. habe und zusätzlich nervt es mich, dass viele dieser Spiele so genannte “Lizenzgurken” sind.
Das bedeutet, dass sich die Entwickler mehr darauf konzentrieren, dass die richtigen Werbeplakate an den richtigen Stellen stehen aber dabei ganz vergessen, auch ein ordentliches Spiel abzuliefern… Da wird dann jedes Jahr ein “neues” Spiel rausgebracht aber im Grunde ist es das gleiche wie im Vorjahr, nur halt mit den aktuellen Mannschaftsaufstellungen etc.
Für die Publisher ist es natürlich ein Ticket zum Gelddrucken – die Fans des Sports ziehen dabei klar den Kürzeren denn sie bekommen Ihr gleiches Spiel jedes Jahr neu “aufgewärmt” erneut für einen Vollpreis vorgesetzt.

Welche besonderen Spiele sind dir denn so in Erinnerung geblieben?

Es ist natürlich immer so, dass wir die Spiele daran messen, was wir so mit ihnen zusammen erlebt haben. Eines der “wichtigsten” Spiele war für mich mit Sicherheit die Flugsimulation “IL-2 Sturmovik”.
Das Spiel habe ich zwischen 2002 und 2012 – also rund 10 Jahre lang recht intensiv gespielt. Besonders erinnernswert ist es deshalb, weil ich es viele Jahre lang zusammen mit einer Gruppe Gleichgesinnter gespielt habe.
Wir spielten mindestens 2 mal pro Woche miteinander (in den Hochzeiten auch 4 mal) und hatten jährlich 1-2 “Geschwadertreffen” bei denen wir uns jeweils ein verlängertes Wochenende zusammengefunden hatten. Eine wirklich tolle Zeit und die Freundschaften bestehen auch heute noch!
Auch das Online-Rollenspiel “World of Warcraft” hat mich viele Jahre lang begleitet und dabei entsprechend viele Erinnerungen zurückgelassen. Auch hier lag es aber hauptsächlich daran, dass ich es ebenfalls zusammen mit vielen anderen Spielern gespielt habe mit denen sich über die Jahre dann echte Freundschaften gebildet haben.
Ein gemeinsames Interesse verbindet halt, das ist ja das Tolle an Videospielen.

Wie siehst du die zukünftige Entwicklung im Bereich Videospiele?

Wir erleben ja bereits jetzt recht große Veränderungen. Nehmen wir nur einmal die Vertriebswege:
Früher mussten die Spiele zuerst vollständig (und möglichst fehlerfrei) entwickelt werden bevor sie (final) auf eine CD/DVD gebrannt wurden. Schließlich standen sie im Pappkarton oder DVD Hülle in den Läden. Der Käufer konnte das Spiel installieren und spielen und eventuell gab es einige Zeit später noch einen Patch um kleinere Fehler zu beheben.
Inzwischen ist es vollkommen normal, dass Spiele digital gekauft werden. Es gibt keine gedruckte Anleitung oder irgendein physikalisches Medium mehr. Was wir aber immerhin noch haben ist die Tatsache, dass wir ein einmal gekauftes Spiel unbegrenzt lange und oft spielen können. Ich denke, hier wird sich in Zukunft etwas ändern.
Spiele werden womöglich immer mehr als “Service” angeboten und eventuell sogar zeitbegrenzt oder in irgendeiner Form mit einem entsprechenden Service-Abo verknüpft sein – ähnlich wie es uns die Video On Demand Dienste bereits vormachen.
Bedeutet in der Praxis, wir schließen ein Abo für z.B. 10,- pro Monat bei einem Serviceprovider ab und können dann alle Spiele aus dem angebotenen Portfolio spielen. Beenden wir allerdings das Abo, verlieren wir auch jeglichen Zugang zu den Spielen – wir haben sie praktisch nie gekauft (wie heutzutage) sondern lediglich eine Nutzungslizenz erhalten.
Auch die Entwicklung im Bereich Virtual Reality sehe ich eher skeptisch. Für mich zeichnet es sich ein wenig so ab wie die 3D Fernseher. Es ist eine nette “Spielerei” aber letzten Endes braucht es niemand so “richtig” und da es keine wirklichen Vorteile bei Videospielen mit sich bringt wird es sich auf lange Sicht auch nicht durchsetzen.
Videospiele werden sich womöglich eher in die Gegenrichtung entwicklen, sie werden leichter zugänglich, komfortabler und insgesamt “einfacher” werden. Praktisch niemand wird zukünftig noch die Ausdauer aufrbingen wollen, tagelang Wiki-Seiten und Tutorials zu wälzen, ehe er überhaupt versteht, worum es bei dem Spiel eigentlich gehen soll..

Du meinst also, Virtual Reality wird zukünftig keine so große Rolle spielen?

Virtual Reality ist eine nette Sache. Wenn in Zukunft die Auflösung der Brillen und vor allem auch die Technik (also Größe und Gewicht) verbessert werden, könnte ich mir einige Anwendungen wie z.B. Autorenn- oder Flugsimulationen vorstellen, die von den VR-Brillen profitieren könnten.
Das Problem wird aber immer sein, dass man letzten Endes neben der (an sich schon teuren) Brille auch immer einen sehr starken Rechner benötigen wird. Dadurch werden die Anwendungen immer nur für eine kleine Zielgruppe interessant bleiben und womöglich wird sich damit einfach nicht genügend Geld verdienen lassen als dass sich das Thema auf lange Sicht lohnen würde.
Im Grunde gibt es (nach heutiger Sicht) einfach zu wenig Computerspiele und Spielegenres, die tatsächlich davon profitieren, wenn sie über eine VR Brille gespielt würden.
Vielleicht ergibt sich in der Zukunft ja noch das ein oder andere neue Genre, welches VR zum Durchbruch verhelfen könnte – ich glaube jedoch nicht daran.

Wohin werden sich die Computer denn dann entwickeln?

Ich denke in den nächsten Jahren werden wir immer kleinere und effizientere Computer bekommen bei nahezu gleichbleibender Leistungsfähigkeit.
Langfristig schätze (oder befürchte) ich, wird das Konzept des eigenen leistungsstarken Computers aussterben.
Ich denke in Zukunft werden wir z.B. Videospiele nur noch als Service kaufen, diese sind dann auf fernen Servern installiert und dort (in der oft zitierten Cloud) finden auch alle Berechnungen statt.
Wir benötigen dann lediglich einen Bildschirm und ein Eingabegerät wie beispielsweise ein Gamepad und natürlich einen entsprechend bezahlten Zugang um das jeweilige Spiel spielen zu können.
Praktisch eine Weiterentwicklung dessen, was wir bereits heute auf dem Markt der Spielfilme erleben.
Über die zum Teil 15kg bis 20kg schweren und knapp 2000,- teuren High-End Spielerechner von heute, werden wir vielleicht bereits in 10 Jahren genauso lächeln, wie wir es heute über die Arcade-Spielautomaten der 70er und 80er Jahren tun.