Hack&Slay Adventure

Hier stellen wir uns ganzen Horden von Monstern!

 
Die sogenannten “Hack&Slay” Adventures sind eine wirklich tolle und vor allen Dingen unterhaltsame Mischung aus Rollenspiel und Action Adventure. Den etwas brutal klingenden Namen haben diese Spiele dabei von ihrer grundlegenden Spielart erhalten.
Auch wenn die Perspektive und allgemeine Grafik sehr an klassische Rollenspiele erinnert, so spielen sich Hack&Slay Adventures gänzlich anders. Hier müssen wir bei Kämpfen nicht lange hin oder her überlegen, sobald Gegner auf dem Bildschirm auftauchen, klicken wir ein Mal mit unserer Maus drauf und sofort greift unsere Spielfigur den Schergen an – und von diesen Schergen gibt es reichlich!
Neben den normalen Angriffen kann unsere Spielfigur, je nach gewählter Klasse,
noch diverse Spezialattacken zum Besten geben. So entsteht schon fast eine Art “Zerstörungs-Ballett” wenn wir unsere Figur elegant durch die Horden von Gegnern tänzeln lassen und dabei ein wahres Feuerwerk an Attacken auf sie niedergehen lassen, auf dass sie in einem opulenten Effektfeuerwerk das Zeitliche segnen.
Dabei lassen die Gegner immer wieder neue (und hoffentlich bessere) Ausrüstung für unseren Charakter fallen (droppen). So können wir im Laufe des Spiels unsere Charakterwerte verbessern und so zukünftig noch mehr Schaden anrichten.
Zusätzlich steigt unsere Figur im Level auf und wir schalten immer mehr Spezialfähigkeiten frei.
Dieses Spielprinzip ist wirklich extrem faszinierend und wenn man dann auch noch zusammen mit Freunden im kooperativen Mehrspieler hunderte, oder gar tausende von Monstern pro Stunde besiegen, so lässt einem ein solches Spiel nicht mehr so schnell los!

 

Screenshot zu “Gauntlet” [1]

 

Kleine Geschichtsstunde zu Hack&Slay Adventure

Eines der ersten Spiele mit diesem besonderen Spielprinzip war das 1985 erschienene “Gauntlet”. Dies wurde damals noch auf den Arcade-Automaten und etwas später auf den ersten Heimcomputern wie dem Amstrad oder C64 gespielt, beinhaltete aber bereits viele Elemente, die später das Hack&Slay Genre definieren sollten.
Auf dem PC ging es 1997 mit dem Meilenstein “Diablo” so richtig los. Dieses Spiel hat das Genre praktisch über Nacht berühmt gemacht. Mit einer tollen Story, spannenden Kampagne und vielseitigen Charakteren wurde hier echtes Suchtpotential geschaffen. Die immer andauernde Hatz nach neuen Gegenständen macht diese Spielserie bis heute aus.

 

Screenshot zu “Diablo 2” [2]
Im Jahre 2000 gab es dann den lang ersehnten Nachfolger – Diablo 2.
Dies sollte mit eines der erfolgreichsten Spiele des Hack&Slay Genres werden. Die Grafik war zwar selbst für damalige Verhältnisse nicht unbedingt überwältigend aber das Spiel konnte durch ein einwandfreies Gameplay, jeder Menge Action und einer wirklich tollen Story überzeugen.
2006 erschien das ebenfalls wegweisende “Titan Quest”. Dies war das erste Hack&Slay Spiel in dem es eine rudimentäre Physikengine gab. So wurden z.B. die Feinde durch unsere Angriffe tatsächlich physikalisch korrekt weg gestoßen.
Das Setting von Titan Quest, welches mehr in einer Art mythologischen Antike spielt, war zudem eine erfrischende Neuerung gegenüber den bekannten (düsteren) Diablo Spielen.
2009 wurde dann die Serie “Torchlight” geboren. Neben der Diablo Reihe war dies lange Zeit die einzige Hack&Slay Serie. Der Grafikstil war ein wenig Comic-artiger aber dennoch schön anzuschauen.
2012 erschien dann “endlich” der dritte Teil der Diablo Serie. Es erbte das Spielprinzip des Vorgängers vereint mit einer wirklich schönen Grafik.
Auch wenn es in einigen Punkten dem Vorgängerteil nicht ganz das Wasser reichen konnte, so konnte auch Diablo 3 wieder durch ein einwandfreies Gameplay und eine nahezu unendliche Suchtspirale punkten.
Screenshot zu “Torchlight” [3]
Nur ein Jahr später kam dann das Spiel “Path of Exile” auf den Markt. Dieses hauptsächlich auf Onlinespiel ausgelegte Hack&Slay bildete direkt eine starke Konkurrenz zu Diablo 3.
Besonders das ausgefeilte Charaktersystem, das komplexe Gameplay und die anspruchsvollen Feinde brachten dem Spiel eine Menge Pluspunkte ein. Path of Exile beinhaltet viele Dinge, die am neuen Diablo 3 zum Teil stark kritisiert wurden. Das brachte dem Spiel von Beginn an eine recht große Fangemeinde.
2016 kam wie aus dem Nichts das Spiel “Grim Dawn” auf den Markt. Dieses Spiel wurde von vielen ehemaligen “Titan Quest” Mitarbeitern entwickelt und weist so einige spürbare Parallelen auf.
Die Grafik ist etwas düster und eintönig und im Gegensatz zu einem Diablo sind viele Effekte etwas einfacher gehalten, es bot aber ein solides Gameplay und wurde für einen wirklich guten Preis angeboten.

 

Was müssen wir in einem Hack&Slay Adventure eigentlich machen?

Die grundsätzlichen Aufgaben in einem Hack&Slay Spiel sind vergleichsweise schnell aufgezählt. Wir spielen mit unserer Spielfigur in einer oftmals unfreundlichen Spielwelt und kämpfen uns von Level zu Level. Dabei erledigen wir unzählige Monster, die sich uns in den Weg stellen und unserer Spielfigur ans Leder wollen.
Die Monster “droppen” dabei mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit Ausrüstung, mit der wir unseren Charakter verbessern können.
Durch das Erledigen der Monster bekommen wir außerdem Erfahrungspunkte, über die wir nach und nach im Level aufsteigen und so in immer gefährlichere Gegenden der Spielwelt aufbrechen können.
Die Levelaufstiege gewähren uns meist zusätzliche Fertigkeitspunkte, die wie wiederum in einem entsprechenden Charaktersystem verteilen können um so unsere Spielfigur nach unseren Wünschen anzupassen.
In den oft prozedural generierten Welten und Dungeons warten neben normal Gegnern auch zahlreiche Bossgegner auf uns.
Diese Bosse droppen noch einmal bessere Ausrüstung wodurch es besonders lohnenswert ist, auf genau diese Jagd zu machen.
Es gibt in der Regel mehrere Charakterklassen wie beispielsweise einen Krieger oder Magier. Je nach Spiel kann es zusätzliche Klassen wie Bogenschütze, Dieb, Totenbeschwörer etc. geben.
Durch die Wahl der Charakterklasse geben wir uns ganz Rollenspieltypisch einen bestimmten Spielstil vor. Ein Krieger stürzt sich z.B. direkt mit seiner Nahkampfwaffe mitten in die Gegnerhorden während ein Magier seine Gegner aus sicherer Distanz mit mächtigen Zaubersprüchen bekämpft.

 

Screenshot zu “Path of Exile” [4]
Durch das Fertigkeitensystem und auch über die Statuswerte unserer Ausrüstung sind wir dann weiter in der Lage, den Spielstil zu verfeinern. So können wir unseren Magier je nach Vorliebe z.B. auf Feuer- oder Eiszauber spezialisieren oder lieber defensive Schild- und Heilzauber erlernen.
Besonders viel Spaß machen Hack&Slay Spiele, wenn man sie zusammen mit anderen Spielern spielt.
In der Regel bieten diese Spiele einen Mehrspieler mit bis zu 6 Spielern gleichzeitig an. Die Stärke der Gegner wird dabei oft dynamisch skaliert – das bedeutet die Gegnerzahl und/oder Stärke passt sich den teilnehmenden Spielern an.
So können wir uns dann zwar mit einer gut eingespielten 4er Gruppe wirklich effektiv durch die Gegnerhorden metzeln – unterschätzen dürfen wir sie aber dennoch nicht!
In einer solchen Gruppe entfachen diese Spiele dabei oftmals ein Effektgewitter das seinesgleichen sucht! Und sie machen unglaublich viel Spaß!

 

Was erwartet uns bei einem Hack&Slay Adventure?

Hack&Slay Adventure kann man durchaus alleine Spiele. Manchmal stellt einem das Spiel dann auch einen vom Computer gesteuerten KI Kameraden zur Seite damit sich die eigene Spielfigur nicht ganz alleine durch die Level kämpfen muss.
Dazu gibt es oft eine interessante und spannende Story der wir folgen und die uns eine Art “Roten Faden” im Spiel vorgibt.

 

Screenshot zu “Grim Dawn” [5]
Am meisten Spaß machen solche Spiele aber auf jeden Fall zusammen mit anderen Mitspielern im kooperativen Multiplayer.
Das Schöne hierbei: Alle Spieler spielen zusammen gegen die computergesteuerten Feinde. Das führt dazu, dass sich alle gegenseitig helfen und man an einem Strang ziehen muss um weiter zukommen.
Man sollte aber nicht vergessen, dass Hack&Slay Spiele ziemlich nah an Action-Rollenspielen angesiedelt sind. Es finden also alle Kämpfe in Echtzeit statt und es erfordert auch stets unser Geschick, die Gegner schnell und effizient zu besiegen.
Für Anfänger lässt sich der Schwierigkeitsgrad in den meisten Spielen sehr gut skalieren, Einsteiger haben also stets gute Chancen alle Abläufe zu erlernen bevor sie sich in die schwierigeren Regionen der Welt begeben.
Ein Kernaspekt der Hack&Slay Spiele ist die prozedural generierte Welt, bzw. Dungeons. Das Spielprinzip ist darauf ausgelegt, dass man mit seiner Spielfigur die diversen Herausforderungen des Spiels mehr als nur einmal annimmt.
So ist es praktisch “normal” wenn man mit einer Gruppe einen sogenannten “Bossrun” durchführt bei dem es einzig und alleine nur darum geht, einen bestimmten Boss zu töten. Ist dies erledigt (und hat man dabei hoffentlich bessere Ausrüstung ergattert) widmen man sich einem weiteren Bossrun oder macht sogar den gleichen Lauf noch einmal.
Das Spielprinzip ist auf Wiederholungen ausgelegt. Dadurch, dass sich die Level bei jedem Spiel anders aufbauen muss man sich natürlich jedes Mal aufs neue orientieren. Gegnertypen und Endbosse bleiben aber immer gleich.
Es geht Hack&Slay Adventures hauptsächlich darum, immer bessere Ausrüstung für seine Spielfigur zu finden. So hält einem das Spiel praktisch immer die sprichwörtliche Karotte vor die Nase und man spielt immer weiter weil man mit dem nächsten Bossrun eventuell das lange erhoffte, epische Schwert bekommen “könnte”.

 

Tipps für Videospiel-Anfänger

Anfänger sollten in jedem Fall ein Hack&Slay Adventure zuerst auf einem niedrigen Schwierigkeitsgrad beginnen. Auch wenn sich dabei die ersten Level vielleicht etwas “sehr leicht” anfühlen, gerade Bossgegner können einem zu Beginn noch ganz schön zusetzen.
Bis man sich mit der Spielmechanik angefreundet hat, kann man beispielsweise auch bereits gespielte Levelabschnitte oder Dungeons noch einmal wiederholen.
So bekommt man erneut Erfahrungspunkte und eventuell auch etwas bessere Ausrüstung und da man sich bereits mit den
Monstern des spezifischen Levels vertraut gemacht hat, weiß man auch automatisch, wie man erfolgreich bis zum Ende kommt.
Hat man dann bessere Ausrüstung gefunden und eventuell auch den ein oder anderen Levelaufstieg gemeistert, kann man sich so entsprechend gestärkt an den nächsten Level des Spiels bzw. die nächste Quest begeben.
Die Klassenwahl ist einem natürlich freigestellt, in vielen Spielen lässt sich aber oftmals eine Nahkampfklasse wie z.B. ein Krieger meist etwas einfacher beherrschen wie z.B. ein Magier.
Screenshot zu “Diablo 3” [6]

 

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Quellenangaben

[Titelbild] “Diablo 3: Reaper of Souls” von Tock3r. CC By-Sa 3.0 ©2014 Blizzard Entertainment

[1] “Gauntlet” von Servo. ©1986 Atari Games Corporation

[2] “Diablo 2: Lord of Destruction” von Infernal. CC By-Sa 3.0 ©2001 Blizzard Entertainment

[3] “Torchlight” von Stefan1904. CC By-Sa 3.0 ©2009 Perfect World

[4] “Path of Exile” von RoT. CC By-Sa 3.0 ©2013 Grinding Gear Games

[5] “Grim Dawn” von Der Marian. CC By-Sa 3.0 ©2016 Crate Entertainment

[6] “Diablo 3: Reaper of Souls” von Tock3r. CC By-Sa 3.0 ©2014 Blizzard Entertainment