Weltraumsimulationen

Der Weltraum mit seinen unendliche Weiten wartet hier auf uns

Die unendlichen Weiten des Weltalls – entweder in unserer oder auch irgendeiner Fantasie-Galaxie – können wir in den so genannten Weltraumsimulationen erleben. So bereisen wir ferne Galaxien mit unserem Raumschiff und erforschen, handeln oder kämpfen um unseren Zielen näher zu kommen.
Wir müssen beim Thema Weltraum mit dem Begriff “Simulation” allerdings ein wenig toleranter umgehen als in anderen Genres aber das tun Filme schließlich auch.
Um die enormen Entfernungen und auch viele technische “Schwierigkeiten” wie Energiehaushalt, Schwerkraft und Antrieb zu bewältigen, greifen viele Spiele hier auf bekannte Dinge aus der Sciencefiction zurück, so werden beispielsweise Entfernungen oft durch sogenannte “Sprungtore” oder eine Art “Hyperraumsprung” überbrückt.
Die Kommunikation funktioniert auch einfach “irgendwie” – zudem werden viele weitere, reale physikalische Gegebenheiten einfach übergangen.
Nur durch solche “Kunstgriffe” ist es möglich (wie in den Filmen auch) die Weiten des Weltalls für uns überhaupt irgendwie erreichbar (und damit auch spielbar) zu machen.
Der Fokus von Weltraumsimulationen variiert dabei von Spiel zu Spiel zum Teil enorm. Manche spielen in unserer (realen) Galaxie, andere wiederum in ihren eigenen, mitunter bereits aus anderen Medien bekannten, fiktionalen Umgebungen (wie z.B. Star Wars usw.).

 

Kleine Geschichtsstunde zu Weltraumsimulationen

Weltraumsimulationen gibt es schon vergleichsweise lange. Bereits Anfang der 80er Jahre gab es Spiele wie z.B. “Space Shuttle: A Journey into Space”, “Space Tactics” und “Star Trek: Strategic Operations Simulator”.
1984 erschien dann das Spiel “Elite” welches zum ersten Mal das Weltraumgenre mit einem Handelssystem erweiterte.
Zusätzlich brachte Elite zum ersten Mal eine vollwertige 3D Optik. Elite begeisterte bereits damals und gilt unter vielen Weltraumfans bis heute als eines der besten Weltraumspiele aller Zeiten.

 

Screenshot zu “Elite” 1
Als erste große Serie im Bereich Weltraumsimulationen ist wohl “Wing Commander” zu nennen. In den Jahren 1990 bis 1998 sind insgesamt 6 Teile der Hauptserie erschienen. Die Spiele machten besonders durch ihre besonders aufwendigen Zwischensequenzen, die bereits damals von echten Schauspielern aufgenommen wurden, auf sich aufmerksam. Im gleichen Zeitraum sind auch diverse Ableger aus dem bekannten Star Wars Universum veröffentlicht worden wie zum Beispiel das 1999 erschienende “X-Wing Alliance.
1999 wurde auch die recht erfolgreiche Serie “X” geboren. In den folgenden Jahren 2004 und 2005 gab es dann mit X2 und X3 die entsprechenden Nachfolger.
Die X Spiele zeichneten sich besonders durch ihre schiere Vielfalt an Möglichkeiten für den Spieler aus.
So konnten ganze Handelsimperien aufgebaut und Flotten von Schiffen kommandiert werden aber genauso gut auch mit nur einem einzelnen Jäger auf die Jagd nach Beute gegangen werden.
Für X3 sind in den Jahren 2008 und 2011 noch insgesamt 2 Erweiterungen erschienen die das Hauptspiel enorm erweiterten. Dadurch wird X3 selbst heute noch sehr viel gespielt.
Online konnte man im 2001 auf den Markt gebrachten “Jumpgate” spielen. Hier gab es ein vergleichsweise großes Universum in dem insgesamt 3 Spielerfraktionen um die Vorherrschaft kämpften. Das Spiel beinhaltet sowohl eine gute Kampfmechanik als auch einen ernstzunehmenden Handelsteil und bot daher zu der Zeit ein wirklich tolles Online-Weltraumerlebnis.
2003 kam dann “Eve Online”. Diese auf Online-Multiplayer ausgelegte Weltraumsimulation dominierte die folgenden Jahre das gesamte Genre. Eve Online ist bis heute wohl die komplexeste und faszinierendste, aber auch am schwersten zu erlernende Weltraumsimulation auf dem Markt. Durch ständige Updates ist das Spiel auch heute noch ein echter Tipp – und durch neueste Technik sieht es immer noch enorm beeindruckend aus!
2014 kam der Quasi-Nachfolger des legendären “Elite” auf den Markt: Elite Dangerous.
Das Spiel bietet uns nicht weniger als die etwa 300 Milliarden Sterne unserer Milchstraße zum Erkunden an.
Wir können also mit unserem Raumschiff praktisch an jeden Ort unserer Galaxie fliegen und neben dem Erforschen natürlich auch Handeln oder Kämpfen. Selbst Landungen auf Himmelskörpern sind möglich.
Einen ganz anderen Weg geht das 2015 erschienene “Kerbal Space Program”.

Elite ist nur rund 22kByte groß (und beinhaltet dabei 8 Systeme mit je 256 Planeten – 2048 Gesamt!) Elite-Fakten

Hier bauen wir unsere eigenen Raketen oder Suborbitalflugzeuge und müssen versuchen, entsprechende Manöver wie z.B. eine Landung auf dem Mond durchzuführen.
Das Spiel beinhaltet dabei eine korrekte physikalische Berechnung aller relevanten Naturgesetze. So ist ein geglückter Start einer Rakete schon fast als Prüfungsarbeit im Fach Raketenwissenschaft anzusehen.
Um einen kleinen Blick in die Zukunft zu wagen möchten wir an dieser Stelle auch noch das in den nächsten Jahren erscheinende “Star Citizen” hinweisen. Dieses Weltraumprojekt soll so ziemlich alles bisher dagewesene in den Schatten stellen. Das Spiel befindet sich allerdings noch in der Entwicklung und es kann daher noch einige Zeit dauern, bis es tatsächlich erscheint – es sieht aber schon einmal enorm vielversprechend aus!

 

Screenshot zu Freelancer” 2

 

Was müssen wir in einer Weltraumsimulation eigentlich machen?

Der Fokus von Weltraumsimulationen variiert zum Teil stark von Spiel zu Spiel. In vielen eher actionlastigen Spielen fliegen wir ein Raumschiff und müssen uns mit diesem bewaffneten Auseinandersetzungen stellen.
Die Kämpfe laufen dabei ähnlich wie Luftkämpfe in militärischen Luftkampfsimulationen ab, nur dass wir hier naturgemäß auf etwas mehr aus dem Science-Fiction bekannte High-Tech zurückgreifen können.
Diese Art von Weltraumsimulationen setzt häufig ein Eingabegerät wie einen Joystick voraus. Nur so sind wir in der Lage, unser Raumschiff entsprechend effektiv in den vielseitigen Situationen zu beherrschen.
Andere Weltraumsimulationen wie z.B. die X Reihe sind mehr Handelssimulationen. Hier können die Raumschiffe zum Teil auch per Joystick oder Gamepad direkt gesteuert werden, viele größere Schiffe werden aber “nur” noch über entsprechende Maus und Tastaturbefehle durchs All bewegt (da übernimmt dann praktische der Bordcomputer die eigentliche Steuerung).
In solchen Spielen müssen wir also Handelsrouten erschließen und möglichst viel Gewinn aus unserem Warenverkehr ziehen.In solch großen Raumschiffen sind wir als Kapitän praktisch für die Koordination der Systeme und die Navigation zuständig.
Es gibt auch Spiele, die von ihrem Spielprinzip eher an Abenteuerspiele erinnern. Wir haben zwar ein Raumschiff und fliegen durchs All, spielen aber eine bestimmte Figur und müssen mit dieser entsprechende Abenteuer überstehen.
Zusätzlich gibt es dann noch einige ganz besondere Spiele wie z.B: “Kerbal Space Program” welches schon fast eine Art Studium in Raketenwissenschaften darstellt.
Screenshot zu “X3: Reunion” 3
Hier müssen wir nämlich in einer physikalisch korrekt simulierten Welt Raketen oder Suborbitalflugzeuge bauen und versuchen, diverse Manöver der Raumfahrt zu meistern (z.B. Ladung auf dem Mond, Rendezvousmanöver etc.). Solche Spiele sind dann schon mehr ein wissenschaftliches Sandbox-Spiel.
Man sieht schon, Weltraumsimulationen decken ein wirklich breites Spektrum an unterschiedlichen Schwerpunkten ab. Zusammengefasst kann man daher fast schon sagen, dass für nahezu jeden “Weltraum-Interessierten” ein Spiel dabei sein sollte.
Was allerdings viele der Spiele gemeinsam haben ist die Tatsache, dass wir uns als Spieler die eigentlichen Ziele und damit auch die Motivation zum weiterspielen zum großen Teil selber stecken müssen. So gibt es natürlich immer den Antrieb “irgendwie” Geld im Spiel zu verdienen um sich bessere Schiffe und Ausrüstung kaufen zu können. Wenn das allerdings geschafft ist, ist man als Spieler selber gefragt.
Bei Elite Dangerous zum Beispiel haben wir die Möglichkeit uns als Entdecker zu verdienen. Wir fliegen also durch unsere Galaxie auf der Suche nach neuen (interessanten) Planeten oder Systemen.
Sind wir dabei die ersten, die ein neues Objekt entdecken (und entsprechend kartografieren) werden wir sogar als “Entdecker” eingetragen – fortan sieht jeder Spieler (der nach uns in das System kommt) unseren Namen.
Es gibt dabei z.B. Spieler, die sind in mehreren Monaten oder gar Jahren (!) einmal rund um die gesamte Milchstraße geflogen – einfach nur weil sie das mal gemacht haben wollten – und haben in der Zeit ein entsprechendes “Reisetagebuch” geführt. Auch sehr beliebt ist in dem Spiel auch ein Flug in das Zentrum unserer Galaxie um sich das schwarze Loch in “Sagittarius A*” einmal “live” anzuschauen. Die Leute fliegen also etwa eine Woche lang hin – machen ein Foto – und fliegen eine Woche wieder zurück. Kling etwas verrückt, ist aber durchaus ein echtes Abenteuer denn ganz so einfach wie es sich zuerst anhört, ist eine solche Reise natürlich nicht.

 

Screenshot zu “Kerbal Space Program” 4
Wer sich aber gerne mit dem Thema Weltraum befasst wird schnell herausfinden, dass eine gute Weltraumsimulation einen wirklich faszinieren kann. Entsprechend hat man dann auch keine Probleme, sich immer wieder neuen Abenteuern zu stellen.
Es ist halt so wie z.B. bei Autorennen auch: Für einen Außenstehenden drehen da nur einige Verrückte eine Runde nach der Nächsten – der “Kenner” sieht aber viel mehr dahinter.

 

Was erwartet uns bei einem solchen Spiel?

Viele Weltraumsimulationen bieten uns eine gigantische Spielwelt.
Wenn uns wie z.B. bei Elite Dangerous eine komplette Galaxie mit einem Durchmesser von etwa 120.000 Lichtjahren zur Verfügung steht wird schnell klar, dass man ein solches Spiel nicht gerade an einem Wochenende durchspielen kann.
Viele Weltraumsimulationen sind daher auch oftmals als Open-End Spiele ausgelegt.

 

Screenshot zu “Eve Online” 5
So werden uns zwar Ziele vorgegeben aber letzten Endes gibt es auch nach hunderten von Spielstunden immer noch etwas zu tun.
Selbst die eher kampforientierten Spiele setzen häufig mehrere Schwerpunkte. So können wir auch hier neben Kämpfen genauso gut mit Waren handeln, Rohstoffe abbauen oder Planeten erkunden.
Lediglich die Story-basierten Spiele sind nach vergleichsweise kurzer Spielzeit irgendwann einmal durchgespielt.
Wenn wir uns dagegen den Sandbox Ansatz von Kerbal Space Programm anschauen so können wir hier praktisch unendlich lange an eigenen Raumschiffen basteln und immer neue Manöver im All ausprobieren. Durch den Anspruch, den solche Spiele stellen, werden sie dabei selbst nach vielen hundert Spielstunden nicht langweilig – auf der anderen Seite benötigen sie aber auch eine vergleichsweise lange Einarbeitungszeit, das sollte man Bedenken.
Grafisch sind die meisten modernen Weltraumsimulationen ein wahrer Augenschmaus.
Raumschiffmodelle, Effekte und natürlich die Darstellung des Weltalls sind häufig echte Augenöffner.
Von der Hardwareseite her wird dabei oft gar nicht eine so potente Hardware benötigt. Für die meisten Spiele reicht bereits ein Mittelklasserechner vollkommen aus. Hier zahlt es sich halt aus, dass die Objektdichte im Weltall nicht ganz so groß ist.

In der Schlacht um B-R5RB kämpften über 7500 Spieler über 21 Stunden lang gegeneinander. Am Ende wurde (durch die Verluste) ein realer Gegenwert von rund 330.000 USD vernichtet. Eve-Online Fakten


 

Tipps für Videospiel-Anfänger

Für Weltraumsimulationen sollte man sich auf jeden Fall Zeit nehmen. Zeit um sich in die Spielmechanik einzuarbeiten und auch Zeit um die Steuerung zu erlernen.

 

Screenshot zu “Elite: Dangerous” 6
Das Thema “Weltraum” ist nun mal naturgemäß nicht klein oder leicht zu handhaben und das spiegelt sich auch in den dazugehörigen Videospielen wieder.
Oft haben wir enorm viele Möglichkeiten uns in dem jeweiligen Spiel zu entfalten und so sollten wir uns auch die Zeit nehmen, den für uns “richtigen” Weg herauszufinden.
Bei kampfbasierten Spielen, bzw. Spielen, die eine direkte Steuerung des Raumschiffs erfordern, ist die Verwendung eines Joysticks zu empfehlen und um die Übersicht über die verwendeten Tasten der Tastatur zu
behalten sollte man sich ruhig ein entsprechendes Schema auf Papier aufzeichnen.
Bei Spielen wie z.B. Eve Online, in denen man mit anderen Spielern zusammenspielt ist es außerdem enorm wichtig, sich nicht in die “falschen Ecken” zu bewegen.
Gerade als Anfänger ist man hier stark gefährdet denn bereits ein falscher Sprung kann einen praktisch in einen dunklen Hinterhof führen in denen bereits ein anderer Spieler nur darauf wartet, über sein nächstes Opfer herzufallen.
Das ist auch ein Grund, warum ein Spiel wie Eve Online eine entsprechende Frusttoleranz bei Anfängern voraussetzt.

 

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Quellenangaben

[Titelbild] “Eve Online Artwork” von jps. CC By-Sa 3.0 ©2003 CCP Games

[1] “Elite” von Trixter. ©1985 Firebird Software

[2] “Freelancer” von Marco Büttinghausen. CC By-Sa 3.0 ©2003 Microsoft Game Studios

[3] “X3 – Reunion” von ChrisL. CC By-Sa 3.0 ©2005 Deep Silver

[4] “Kerbal Space Program” von Claus. CC By-Sa 3.0 ©2013 Squad

[5] “Eve Online” von jps. CC By-Sa 3.0 ©2003 CCP Games

[6] “Elite – Dangerous: Horizons” von Maverick. CC By-Sa 3.0 ©2015 Frontier Developments